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Ausgewählten Beschluss im Detail (doppelklicken zum Ausblenden) 

Ausgewählten Beschluss im Detail

Sonntag, 29. März 2009: Frühjahrssynode im Kirchenkreis Potsdam am 27. und 28. März 2009, Gemeindehaus Caputh, Bericht des Superintendenten Dr. Joachim Zehner
Frühjahrssynode im Kirchenkreis Potsdam am 27. und 28. März 2009,
Gemeindehaus Caputh
Bericht des Superintendenten Dr. Joachim Zehner

Hohe Synode, liebe Schwestern und Brüder,
„was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“ (Lukas 18,27). Die Jahreslosung 2009 erinnert uns: wir sind Menschen, die mit Gottes Möglichkeiten rechnen dürfen - in alle unserem Tun, in unserem ganz persönlichen Leben und unserer Wirken in die Gesellschaft hinein. Ich freue mich, heute im neuen Gemeindehaus von Caputh zu sein, in dem der Gestaltungswillen und die Tatkraft unserer Gemeinden so deutlich sichtbar wird. Ich habe meinen Bericht in vier Teile gegliedert. Erstens: wesentliche Veränderungen in den Mitarbeiterschaft unseres Kirchenkreises, haupt- und ehrenamtlich, zweitens: einige Ereignisse im Kirchenkreis, drittens: die Vergabe der kreiskirchlichen Bausondermittel und viertens: Perspektiven für die Zukunft. Die Berichte aus den Arbeitsbereichen müssen meine in manchem knappe Darstellung natürlich ergänzen.

1. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kirchenkreis - wesentliche Veränderungen in chronologischer Reihenfolge
Am 9. November 2008 konnten wir einen weiteren Lektor in seinen Dienst einführen: Herrn Dr. Ernst-Manfred von Livonius in der Kirchengemeinde Geltow.
Am 1. Januar 2009 hat Herr Pfarrer Uwe Weiß die Krankenhauspfarrstelle (50 %) übernommen. Gemeinsam mit Pfarrerin Beate Violet sind sie die Seelsorger am Klinikum Ernst von Bergmann. Frau Violet hat einen Dienstumfang von 85 %. Leider konnten die vom verantwortlichen Chefarzt angekündigten 50 % Aufstockung (befristet auf zwei Jahre) durch die Geschäftsleitung des Klinikums nicht realisiert werden. 30 % trägt nun das Klinikum (befristet auf zwei Jahre), 5 % gibt der Kirchenkreis für diesen Zeitraum hinzu. Trotzdem freue ich mich, dass sich nun auch am EvB die Tür zur Kofinanzierung einer Krankenhausseelsorgerstelle geöffnet hat.
Am 18. Januar 2009 wurden in einem Gottesdienst die Notfallseelsorger neu entsandt. Für diese seelsorgerlich so wichtige Aufgabe wird dringend personelle Verstärkung gesucht.
Am 1. Februar 2009 begann Schulpfarrer Matthias Vogt seinen Dienst an der Eisenhart-Grundschule, Karl-Foerster Grundschule und Käthe-Kollwitz-Realschule.
Ebenso seit dem 1. Februar ist Pfarrerin in Entsendung Carola Türpe in Bergholz-Rehbrücke im Amt. Erfreulich ist hier, dass die Gespräche mit der Landeskirche zum Erfolg geführt haben und die Pfarrstelle für die Entsendungszeit aus Mittel der Landeskirche um 20 % auf insgesamt 100 % aufgestockt werden konnte.
Im Februar wurde Superintendent i. R. Eberhard Schalinski mit der Übergabe der Bestallungsurkunde zum Archivpfleger des Kirchenkreises bestellt.
Die am 31. März 2009 auslaufende Entsendungszeit von Pfarrer i. E. Matthias Mieke wird bis zum 30. September 2009 verlängert.
Die Ausschreibung der Pfarrstelle St. Nikolai (50 %) ist erfolgt. Eine Bewerbung ist eingegangen. Der Kreiskirchenrat hat beschlossen, die Pfarrstelle mit ihrer Besetzung befristet für zwei Jahre um 50 % Religionsunterricht auf einen Dienstumfang von insgesamt 100 % aufzustocken. Im Religionsunterricht werden auf jeden Euro, den der Kirchenkreis investiert, vier Euro durch die staatliche Refinanzierung, die uns über die Landeskirche zukommt, draufgelegt.
Am 31. Juli 2009 läuft die Projektstelle „Kirche im Kiez“ aus, die Diakon Matthias Stempfle inne hat. Die Bemühungen um die Fortführung für die nächsten drei Jahren sind in vollem Gange. Die Sterngemeinde wird weiterhin einen erheblichen Eigenanteil für diese Stelle leisten. Anträge beim Fonds Missionarischer Aufbruch, um Lottomittel, beim Evangelischen Hilfsverein, bei der Türkstiftung sind gestellt. Aber es wird – wie der Antrag an die Kreissynode zeigt (s. Top 3) – auch weiterer finanzieller Anstrengungen des Kirchenkreises bedürfen. Wir freuen uns, dass dieses Projekt von der EKD als „Beispiel guter Praxis“ ausgezeichnet wurde (www.kirche-im-aufbruch.ekd.de).
Zum 31. Juli 2009 wird Gemeindepädagogin Dörte Wernick aus ihrem Dienst in Babelsberg ausscheiden. Die Stelle kann wieder besetzt werden.
Am 31. August 2009 endet das Dienstverhältnis von Gemeindepädagogen Eckhard Adamus. Die Gemeindekirchenräte Werder und Glindow haben sich gegen eine Weiterbeschäftigung ausgesprochen. Die Stelle kann in vollem Umfange wiederbesetzt werden, da auf Beschluss des Kreiskirchenrates der KW-Vermerk an einem Teil der Stelle weggenommen und an der Religionslehrerstelle angebracht wurde, die z. Zt. Herr Klaus Hugler innehat.
Informieren möchte ich Sie auch über das Gespräch im Jugendamt zur Zukunft des Café Moccas in der Nikolaigemeinde; die Teilnehmer waren Jugendamtsleiter Schweers, der Referent des Oberbürgermeisters Hadlich, Herr Uhlig (Nikolaigemeinde/CVJM) und ich. Es wurden die Gründe erörtert, die zur Schließung von Café Mocca führten. Ziel ist es, dieses Jugendangebot zu erhalten. Dazu werden sich alle Anbieter von Jugendarbeit in Potsdams Mitte treffen, um in Vernetzung mit anderen Jugendangeboten eine Lösung zu suchen.
Der Kreiskirchenrat hat die Ausschreibung einer B-Kirchenmusikerstelle (50 %) beschlossen. Sie dient vor allem der Fortbildung ehrenamtlicher Organisten und der Förderung der Popularmusik im Kirchenkreis.

2. Ereignisse
Am 1. Advent 2008 – ich erwähnte es schon - konnte das neue Gemeindehaus Caputh mit einem Festgottesdienst unter der Leitung von Bischof Dr. Wolfgang Huber und einem Gemeindefest eingeweiht werden.
Am 3. Advent 2008 feierte die Sterngemeinde „10 Jahre Wiederaufbau des Gemeindehauses“ nach der Brandkatastrophe.
Vom 20. bis 22. Februar 2009 war der Pfarrkonvent zu Einkehrtagen im Thüringischen Kloster Volkenroda (evangelische Jesus-Bruderschaft). Thema: „Auf den Spuren Gottes – in Volkenroda. Geistliches Leben und geistliche Gemeinschaft einüben“.
Vom 15. bis 17. Mai 2009 wird in den Gemeinden Heilig-Kreuz, Erlöser und Geltow eine kreiskirchliche Visitation durchgeführt. Weitere Visitationen im Kirchenkreis werden im kommenden Jahr 2010 folgen. Visitationen dienen dazu, die Gemeindearbeit zu stärken, sie gemeinsam kritisch zu hinterfragen und neue Impulse zu geben; das Ergebnis der Visitation wird nach einem vereinbarten Zeitraum überprüft.
In unserer Kirche stehen große Jubiläen an: 75 Jahre Barmer Theologische Erklärung an Pfingsten, der 500. Geburtstag des Schweizer Reformators Johannes Calvin im Sommer, der 9. November 2009 – 20 Jahre Mauerfall (unsere Landeskirche wird zu diesem Ereignis einen Überblick der Veranstaltungen auf ihrer Homepage geben, www.ekbo.de).

3. Vergabe von Bausondermitteln des Kirchenkreises
Folgende Mittel wurden vom Kreiskirchenrat auf Empfehlung unseres Bauausschusses für 2009 beschlossen:
KG Babelsberg 12.000,00 € / Friedhofspflasterung Wichgrafstr.
KG Caputh 20.000,00 € / Neubau Gemeindehaus
4.000,00 € /Kirchentürsanierung und Tür
Geräteschuppen
KG Friedens 9.000,00 € / Planungskosten Heizungsumbau
KG Pfingst / Sacrow 6.000,00 € / Fugensanierung
KG Eiche 1.900,00 € / Zuwegung zur Kirche
KG Bornim 2.500,00 € / Dachsanierung und Erneuerung
Elektrik über der Orgel
KG Grube 4.000,00 € / Sanierung Turmfundament
KG Golm 25.000,00 € / Dachsanierung Neue Kirche
KG Stern 1.800,00 € / Malerarbeiten innen und
Regenwasserversickerung
KG Bergholz-Rehbrücke 8.250,00 € / Fassadensanierung Kirche
KG Erlöser 17.000,00 € / Innenraumsanierung Kirche


4. Perspektiven für die Zukunft
Sie werden sich fragen: wie wirkt sich die Finanzkrise auf Kirchensteuereinahmen und damit auf die Zuweisungen an unseren Kirchenkreis aus? Die Leiterin unseres Finanzreferates im Konsistorium, Frau Dr. Heidrun Schnell, geht in ihrem Schreiben vom 16. Februar 2009 auf diese Problematik ein, stellt die unterschiedlichen Faktoren dar, die die Kirchensteuereinnahmen beeinflussen und zieht folgendes Fazit: „Die genannten Faktoren werden zu deutlich geringeren Kirchensteuereinnahmen führen. Nach der Einnahmeplanung gemäß § 1 Abs. 3 Finanzgesetz hatten wir ein Minus von 2 % für 2009 im Vergleich zu den tatsächlichen Kirchensteuereinnahmen des Jahres 2007 prognostiziert. Angesicht der deutlichen Kirchensteuermehreinnahmen des Jahres 2008 sehen wir – zumindest derzeit – keine Veranlassung, diese Prognose zu korrigieren.“ Das ist zunächst einmal kein Grund zur Unruhe, aber zumindest zur Vorsicht und deutlicherer Ausgabendisziplin. Der Kreiskirchenrat zieht daher vorsorglich seinen Antrag an die Kreissynode zum Zukunftsfonds zurück. Er sah vor, auch die Substanz und nicht nur die Zinserträge dieses Fonds zu verwenden. Die Kirchengemeinde Golm hat eine Projektstelle für drei Jahre in der Region Nord beantragt. Der Kreiskirchliche Finanzausschuss hat in seiner Sitzung noch im letzten Jahr dafür 60.000 Euro aus nichtverbrauchten Personalmittel bereitgestellt. Unser Strukturausschuss hat dieses Votum übernommen, jedoch auch andere Gemeinden um Anträge für diese 60.000 Euro gebeten. Nun liegen die Anträge vor, der Strukturausschuss hat eine Prioritätenliste erstellt, auf der die Projektstelle Nord mit ganz oben steht. Ein endgültiger Beschluss über deren Verwendung ist jedoch noch nicht gefallen. Im Tagesordnung 3 „Kirche im Kiez“ werden wir die Hohe Synode bitten, auf diese Mittel zurückgreifen zu dürfen, wenn die oben genannten Anträge bei Drittmittelgebern zu keinem Erfolg führen.

Es wird eine Zukunftsaufgabe bleiben, neue Finanzquellen zu erschließen. Sichere Kofinanzierungen - wie sie in den letzten Monaten mehrfach möglich wurden (Ernst von Bergmann Klinikum, Refinanzierung Religionsunterricht u. a.) - sind m. E. ein guter Weg, um den personellen Handlungsspielraum unserer Kirchenkreises zu erweitern und die Chancen für ein nachhaltiges Gemeindewachstum, die sich in Potsdam in besonderer Weise bieten, zu nutzen. Die Klausur des Kreiskirchenrates am 20. Juni 2009 wird sich dem Thema „Zukunft und Perspektiven der kreiskirchlichen Arbeit“ widmen. Der stellvertretende Superintendent Andreas Neumann und ich haben dazu Impulse für die Weiterarbeit verfasst; sie nehmen insbesondere das Ergebnis der Herbstsynode 2008 und die Berichte aus den Gemeinden auf.

Kürzlich erfuhr ich, dass für 20 freie Plätze einer unserer Kindertagesstätten 150 Bewerbungen vorliegen. Es ist schön zu sehen, wie attraktiv unsere Einrichtungen sind, es zeigt aber auch ein Problem: wir sind noch lange nicht so weit, unsere Möglichkeiten hier in Potsdam zu nutzen! Wir können z. B. nicht an allen Schulen, die es wünschen, Religionsunterricht anbieten, es fehlt an Plätzen an den Evangelischen Schulen, die Zahl der Konfirmandinnen und Konfirmanden bringt mancherorts erhebliche Überlastungen der Mitarbeiter. Lasst uns die großen Potentiale in Potsdam nutzen! Mein Ziel sind wachsende Gemeinden, in denen es Spaß macht zu gestalten und eine Freude ist mitzuarbeiten. Die Zahl der Gemeindeglieder im Kirchenkreis ist mit 25.008 seit der Herbstsynode nahezu konstant geblieben. Lasst uns die Kultur der Anerkennung und Wertschätzung ausbauen, die Gaben und Befähigungen anderer wirklich achten! Vor einiger Zeit sagte mir jemand: „Es geht doch nur noch um Zahlen – um Bestandserhaltung.“ Liebe Schwestern und Brüder, es geht nicht um Zahlen, es geht um Menschen, die in einer einladenden Kirche Heimat finden, die mit Gottes Möglichkeiten rechnen, wie es uns die Jahreslosung 2009 sagt, die unsere Gemeinden und unsere Gesellschaft prägen und geprägt haben.

Wir nehmen heute mit dieser Synode auch Abschied von unserem Altbischof, unseren Bruder Albrecht Schönherr, der am 9. März 2009 im Alter von 97 verstorben ist, und wir danken für diesen großen Zeugen des Evangeliums. Wir wollen nun seiner Gedenken, und ich bitte Sie, zum Gebet aufzustehen:
„Lieber Vater im Himmel,
wir danken dir, dass dein Weg mit uns nicht an den Gräbern endet, und bitten dich für den Verstorbenen Albrecht Schönherr, den du heimgeholt hast in das ewige Leben. Für alle, die durch seinen Tod betrübt sind, bitten wir dich, dass du sie tröstest, wie einen seine Mutter tröstet. Deiner Liebe vertrauen wir uns an, jetzt und in Ewigkeit. Amen.“

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
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