Präambel

Städte sind die ältesten erfolgreichen Siedlungsprojekte. Sie stehen für die Hoffnung auf ein friedvolles Zusammenleben Verschiedener, für demokratische Teilhabe, für Wohlstand und Fortschritt. Hier kamen stets Menschen zusammen, die einander von ihrer Herkunft und kulturellen Prägung her fremd waren.

In der Folge von Migration und kultureller Erneuerung ändern Städte kontinuierlich ihre soziale Zusammensetzung und ihre bauliche Gestalt.

Es bleibt deshalb eine dauernde Aufgabe, das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher sozialer, nationaler und religiöser Herkunft und Prägung zu gestalten und darüber im Gespräch zu bleiben.

Die Kirchen und Religionsgemeinschaften Potsdams sehen es als Teil ihres Selbstverständnisses an, diese Veränderung konstruktiv zu begleiten. Sie eröffnen den hier lebenden Menschen die Chance, sich in den Prozess zur Gestaltung einer friedlichen und menschenwürdigen Stadtgesellschaft einzubringen.

In Potsdam müssen Menschen mit unterschiedlicher Sozialisation, unterschiedlicher Bildung, Herkunft, Religion und Weltanschauung auf engem Raum miteinander umgehen. Dafür braucht es vielfältige Orte der Begegnung, Möglichkeiten des Austauschses und gegenseitiges Lernen. In der Tradition des Toleranzediktes hat Potsdam Erfahrungen, diesen Dialog zu führen.

Demokratie, Dialogbereitschaft und die Orientierung an den Menschenrechten sind die Voraussetzung für ein gelingendes Miteinander in der Stadtgesellschaft. Sie sind gleichzeitig die Absage an Extremismus, Gewalt und Rassismus. Dafür steht die Landeshauptstadt Potsdam ebenso ein wie ihre Religionsgemeinschaften.

Deswegen wollen wir ein Interreligiöses Forum Potsdam begründen, das:

  • die verschiedenen religiösen Akteure miteinander vernetzt und den kulturellen und spirituellen Austausch fördert,
  • sich an den Dialog- und Integrationsprozessen der Landeshauptstadt Potsdam beteiligt,
  • die Landeshauptstadt Potsdam in religiösen Fragen berät
  • und sich regelmäßig mit dem Oberbürgermeister zu aktuellen städtischen Themen austauscht.

Potsdam, den 6. März 2018

 

Mitglieder im Interreligiösen Forum Potsdam sind (Stand: 9. Mai 2019):

  • Französisch-Reformierte Gemeinde in Potsdam
  • Jüdische Gemeinde Stadt Potsdam e.V.
  • Katholische Kirche St. Peter und Paul Potsdam
  • Stadtkirchenpfarramt Potsdam
  • Nagelkreuzgemeinde Potsdam
  • Flüchtlingsarbeit im Ev. Kirchenkreis Potsdam
  • Bahái-Gemeinde Potsdam
  • Verein der Muslime in Potsdam e.V.
  • Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.
  • Kringellockenkloster - Mandala Shikhanda Vihara e.V.
  • Ev. Freikirchliche Gemeinde Potsdam (Baptisten)
  • Neuapostolische Kirche Potsdam

Kontakt:

Flüchtlingsarbeit Ev. Kirchenkreis Potsdam

Rudolf-Breitscheid-Straße 64

14482 Potsdam

Mail: fluechtlingsarbeit@evkirchepotsdam.de

 

Stadtverwaltung Potsdam

Büro des Oberbürgermeisters

Friedrich-Ebert-Straße 79/81

14469 Potsdam