30.05.2019 Do
Dr. Christian Stäblein wird neuer Bischof unserer Landeskirche

Dr. Christian Stäblein wird neuer Bischof unserer Landeskirche Neuigkeit

Die Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat auf ihrer Frühjahrstagung am 5. April den Propst der EKBO Dr. Christian Stäblein zum neuen Bischof der Landeskirche gewählt.

Er ist somit der Nachfolger von Bischof Dr. Markus Dröge, der im November nach Ablauf seiner zehnjährigen Amtszeit in den Ruhestand gehen wird. Christian Stäblein wurde im zweiten Wahlgang mit der nötigen Zweidrittelmehrheit gewählt. Er erhielt 76 der abgegebenen 113 Stimmen.

Die Amtsübergabe wird im Rahmen eines Festgottesdienstes am 16. November in der St.-Marienkirche in Berlin Mitte stattfinden, welcher im rbb-Fernsehen übertragen wird.

Christian Stäblein wurde am 1. November 1967 in Bad Pyrmont geboren und ist in Hannover aufgewachsen. Seine Mutter war eine der ersten Pfarrerinnen der Hannoverschen Landeskirche, doch ihn zog es zunächst zum Jurastudium. Erst dann kam die Entscheidung für die kirchliche Laufbahn. Nach den Studien der evangelischenTheologie, Judaistik, Philosophie, Geschichte und Rechtswissenschaften in Göttingen, Berlin und Jerusalem wurde er im Jahr 2000 zum Pfarrer ordiniert und hat zwei Jahre später mit einer Dissertation zum Thema »Predigen nach dem Holocaust« promoviert. Ab 2008 war er Studiendirektor des Predigerseminars im Kloster Loccum.

Christian Stäblein ist verheiratet und hat vier Kinder. Sich selbst sieht er als jemanden, »der Kirche vom Beten und Mit-Anderen-Sein her versteht.« Er sagt: Kirche müsse »in der Welt und für die Welt« präsent sein und »mit anderen für andere« handeln. Aus seinem Vortrag » Erkennbar Kirche sein« vom 27.1.: »Evangelische Kirche ist da erkennbar, wo sie aus dem Hören kommt und sich so Gehör verschafft. In der Welt, für die Welt. … Evangelische Kirche wird da erkennbar, wo sie sich gerade nicht zuerst im Rückbezug auf sich selbst begreift oder gar erschöpft. Sie ist Kirche im Sein mit anderen und für andere (Bonhoeffer). … Keine Frage: Evangelische Kirche wird … besonders sichtbar an den Wendepunkten und Wegmarken des Lebens. Das ist gut so. Die sogenannten Kasualien – also die Lebens>fälle< von der Hochzeit bis zur Beerdigung, von der Taufe bis zur Einschulung – sind beste Gelegenheiten zu entdecken, wie Gott im Leben vorkommt...«

Andreas Markert, Landessynodaler