Die Dorfkirche Eiche wurde in ihrer jetzigen Gestalt am 31. Oktober 1771 eingeweiht. Sie war auf Weisung und unter weitgehender Einflußnahme von Friedrich dem Großen durch Georg Christian Unger (1743 - 1799) in Anlehnung an das Pantheon in Rom errichtet worden, versehen mit einem 33m hohen Turm. Der König hat den Bau aus seiner Privatschatulle bezahlt. Damals hatte Eiche nur etwa 100 Einwohner. Als diese Zahl anstieg, erhielt die Kirche im Jahr 1882 einen nördlichen Anbau.

Das Gebäude ist mit dieser äußeren Gestalt und dem lichtdurchfluteten Inneren in Potsdam einzigartig. Der Innenraum mit acht wuchtigen Holzsäulen ist protestantisch schlicht. Die kleine, in englischen Farben bemalte Sauer-Orgel stammt aus dem Jahr 1882. Bemerkenswert sind eine Bronzeglocke aus der Zeit um 1500 und ein Abendmahlsbild am Altar, das der rheinische Porträtmaler Egidius Mengelberg dem Vorbild da Vincis nachempfunden hat.