Aktuelles aus der Gemeinde

 

Wir begrüßen unsere neue Vikarin

 

Liebe Gemeindemitglieder,

diese Zeilen schreibe ich mit großer Freude: Vom 1. März an bin ich bis Ende 2022 als Vikarin in Ihrer Gemeinde.

Vielleicht sind wir einander ja schon begegnet, in der Erlöserkirche, in Geltow oder im Heiligkreuz-Haus, im Gemeindebüro. Ich freue mich darauf, hier, mit Ihnen und von Ihrem Pfarrer Tobias Ziemann als meinem Mentor zu lernen, was ich brauche, um selbst Pfarrerin zu werden. Ich möchte dabei immer ein offenes Ohr haben, und ich freue mich, wenn Sie mich ansprechen, falls Sie mir etwas sagen oder auch etwas über mich wissen möchten.

Offen zu sein für das, was Kirche sein kann und soll, gerade in diesen durchrüttelnden Monaten – und es gemeinsam anzupacken und mutig zu wagen: Das wünsche ich mir!

Herzlich,

Uta Stiller

Foto: Horst Gürtler

Gedenkgeläut und Gebet für Verstorbene

Passionszeit - Zeit, in dem wir dem Leiden Jesu nach-denken. Die Erlöserkirchengemeinde wird in Nachbarschaft mit dem Hasenheyer-Stift an jedem Freitag der Passionswochen derer gedenken, die am Corona-Virus verstorben sind. Dazu wird um 9.30 Uhr das Sterbegeläut zu hören sein. Wir werden für die Verstorbenen, deren Angehörige sowie für die am Virus Erkrankten und alle Helferinnen und Helfer beten. Sie alle sind eingeladen, ebenfalls dort, wo Sie gerade sind, die Hände ruhen zu lassen und mit uns diesen "Teppich des Gebets" gemeinsam aufzuspannen.
In der Karwoche erklingt das Gedenkgeläut bereits am Gründonnerstag (1. April) um 10 Uhr.

... bald wieder vis à vis!!!

Liebe Gemeindeglieder,

ab dem Sonntag Reminiszere werden wir die Gemeinde wieder sammeln und Sie zu „leiblichen“ Gottesdiensten an den bekannten Gottesdienstorten einladen:

Samstag, 27. Februar, 16.30 Uhr - Gottesdienstraum im Heilig-Kreuz-Haus, Kiezstr. 10
Sonntag, 28. Februar, 11.00 Uhr - Erlöserkirche, Nansenstr. 5

Jene Gottesdienste an diesen beiden Tagen feiern mit Ihnen Lektorin Anja Kriebel sowie Organist Tobias Scheetz.

Unsere Erlöserkirche liegt noch in der "Winterstarre". Insbesondere aus ökologischen Gründen wird sie ungeheizt sein. Bitte, sorgen Sie gut für sich, z.B. durch warme Kleidung und/oder Decken. Unsererseits sorgen wir für eine „schlanke“ Dauer des Gottesdienstes (voraussichtlich circa 30 Minuten).

Zudem gelten die bekannten Hygienestandards bei Pandemien wie medizinische Maske (möglichst FFP2), Abstandsgebot, (vorübergehende) Datenerfassung der Gottesdienstbesucher/innen. usw.

Bis zum Sonntag Invokavit, dem 21. Februar, wird die Evangelische Erlöserkirchengemeinde Potsdam einen "online-Gottesdienst zum Zuhören, Mitsingen und Mitbeten" zur Verfügung stellen. Wir befinden uns bereits in der Passionszeit. Eine der dunklen Seiten des Menschen, der Verrat, wird Thema sein. Wir freuen uns, wenn Sie den Gottesdienst mit uns mitfeiern. Den entsprechenden Link finden Sie hier: ....

In diesen sensiblen Zeiten müssen wir mitunter kurzfristig Veränderungen vornehmen. Wir danken für all Ihr Verständnis, für Ihre Flexibilität sowie Ihre Bereitschaft, sich z.B. auf dieser Seite immer wieder tagesaktuell zu informieren.

Alles Gute und
sowohl "Auf Wiederhören!" als auch "Auf Wiedersehen!"

Ihre Mechthild Metzner
Pfarrerin

Foto: "Lichtspiegelungen auf den Bankreihen im Schein der Apsisfenster der Erlöserkirche."
Andreas Fink

Wir begrüßen Pfarrerin Mechthild Metzner zurück im Gemeindeleben.


 

Liebe Gemeindeglieder,

ich blättere in meinem nigelnagelneuen Kalender 2021 – noch ganz blütenweiß ist er, bislang ohne Eintragungen. Das Neue, das vor mir liegt, wirkt unverplant und offen. Erfahrungsgemäß ändert sich das
schnell. Aufgabe am 1. Januar ist für mich, Termine aus dem Kalender 2020, die in der „Vorschau 2021“ festgehalten sind, in den aktuellen Kalender zu übertragen. Einiges ist in jener Vorschau bereits vermerkt:
Pfarrkonvent hier, Beisetzung da, GKR-Sitzung dort… Ob mir das „Zeitmanagement“ besser gelingen wird als in den Vorjahren? Doch was bedeutet in diesem Zusammenhang „besser“? Noch mehr Aufgaben und alles noch geschmeidiger in die neuen 365 Tage, in die 8.760 Stunden, in die 525.600 Minuten zu stapeln? Wohl kaum. Jedenfalls wäre das allein zu wenig.

Vor 366 Tagen saß ich entsprechend vor meiner Agenda 2020. Und dann kam fast alles ganz anders! Die conditio Jacobaea, die Bedingung des Jakobus, wurde für mich vom (oft zitierten) Wissen zur Erfahrung, die ich intensiv buchstabieren lernen musste: „Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun.“(Jakobus 4,15) Mein redlich geführter Terminplaner half zu dem Zeitpunkt gewiss ein wenig, die Aufgaben in andere Hände zu legen. Doch ich wurde von einer Gestalterin zu einer, die loslassen musste; von einer Planerin zu einer, die horchen musste; von einer Entscheiderin zu einer, die Rat annehmen musste; von einer routinierten Pfarrerin zu einer, die so vieles neu lernen und üben musste… Es ist gut, dass wir Menschen vorausschauend überlegen, planen, strukturieren, koordinieren…, um verantwortlich mit den Aufgaben und selbstfürsorglich mit dem eigenen Leben umzugehen. Doch Herr bzw. Herrin unserer Zeit und unserer Lebenskraft sind wir nicht. Da gibt es den Schöpfungswillen, der größer ist als unser begrenztes Planen und Wollen und in den es sich einzuordnen gilt.

Insofern schaue ich meinen funkelnagelneuen Kalender 2021 mit viel Respekt an und gleichzeitig mit Zärtlichkeit und Dankbarkeit für mir neu geschenkte, unverfügte Zeit. Sowie mit Demut: Demut gegenüber meinem Körper und meinem Geist, die im vergangenen Jahr so unendlich viel geleistet haben und auf die ich – und ich meine: durchaus zu Recht – stolz bin. Demut insbesondere auch vor meinem Schöpfer und den mir anvertrauten Aufgaben. Manchmal verstehe ich das alles noch nicht, was im vergangenen Jahr mir und meiner Familie und damit gewiss auch Ihnen als Kirchengemeinde widerfahren ist. Dann sitze ich da und horche: „Weshalb hast du mich an der Himmelstür abgewiesen und nach Potsdam zurückgeschickt? Was hast du mit mir vor, Gott?“ (Wenn Sie mir also im Park oder anderswo begegnen und ich sollte ganz ruhig sein, keine Sorge: Dann lausche ich bestimmt nur, ob einer Antwort gibt.) Doch womöglich sollte ich das alles gar nicht so bedeutungsaufgeladen sehen. Vielleicht reicht es einfach, der Kostbarkeit des Lebens und aller Menschen, die einen umgeben, gewahr zu werden, dankbar den Tag und die Tage anzunehmen, zu lachen, wenn wir vergnügt sind, zu weinen, wenn das Leben schwer auszuhalten ist, zu schweigen, wenn es Not tut, zu singen, weil das Singen uns ja doch immer wieder in eine große Weite und Freiheit führt.

Liebe Gemeindeglieder, mit dem heutigen Tag nehme ich meine berufliche Tätigkeit als Pfarrerin in der Erlöserkirchengemeinde und der Kirchengemeinde Geltow wieder auf – nach Wunsch und Willen meiner
Dienstherrin, also der Kirche, ganz behutsam und vorsichtig. Ich beginne mit 50 % des normalen Dienstumfangs und werde diesen peu à peu in den kommenden Monaten erhöhen, damit alles gut gelingt. In den nächsten Tagen werden wir beraten und abstimmen, was zum  gegenwärtigen Zeitpunkt 50 % (von unendlich viel) bedeuten kann, was  ich verbindlich übernehmen werde, an welchen Stellen ich die Verantwortung noch ruhen lassen darf, was sich gegebenenfalls verändern wird. Sie werden auf geeignete Weise Informationen erhalten. Doch zunächst muss ich erst einmal „den Anschluss erlangen“. Denn auch für die Kirchengemeinden haben sich in den vergangenen Monaten – sowieso und dann ganz besonders aufgrund aller Komplikationen durch das Corona-Virus – vielerlei Veränderungen ergeben. Daher werde ich erst einmal viel lesen, erfragen, wahrnehmen. Ich bitte um Geduld und Unterstützung.

Doch das Wichtigste und für mich Schönste: Ich bin wieder „an Bord“! Bitte, scheuen Sie sich nicht, mir mitzuteilen, was Sie brauchen oder anregen wollen. Mit dem nötigen langen Atem, mit Zuversicht und gewiss auch mit der in der Jahreslosung empfohlenen Barmherzigkeit werden wir 2021 als gesegnete Zeit erleben.

Mit guten Wünschen und
bis zum Wiedersehen (selbstverständlich sub conditione Jacobaea),

Ihre Mechthild Metzner
Pfarrerin

P.S.: Ein vertrauter Liedtext als immer wieder neue Lebensmelodie:
1. Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.
2. Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.
3. Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt!
Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.
Klaus Peter Hertzsch 1989