Informationen zur Gebührenordnung

Der Gemeindekirchenrat hat eine neue Gebührenordnung für den Friedhof beschlossen. Die letzte aus dem Jahre 2011 war überholt und wurde nun auf Grundlage der durchschnittlichen Betriebskosten in den vergangenen 3 Jahren sowie der Kosten für die Umgestaltung der Urnenanlage angepasst. Ein großer finanzieller Aufwand ist die immer wieder notwendige Pflege des älteren Baumbestandes. Dazu kommen Mehrkosten durch die verstärkte Beräumung abgelaufener Gräber. Die gärtnerische Pflege des Friedhofsgeländes, Straßenreinigung, Winterdienst sowie die Personalkosten für die Verwaltungskraft sind weitere regelmäßig anfallende Kosten, unabhängig davon, wie viele Bestattungen stattfinden.

Ziel ist es, kostendeckend zu arbeiten, weil keine Mittel aus dem Kirchenhaushalt für den Friedhof aufgewendet werden dürfen, wie auch keine Mittel aus dem Friedhofshaushalt für Kirchenzwecke entnommen werden dürfen. Vielerorts sind Kirchengemeinden zwar Träger von Friedhöfen; die Aufgabe, einen Friedhof vorzuhalten, hat aber die jeweilige Kommune. Der Geltower Friedhof ist historisch gewachsen und der einzig noch betriebene im Ortsteil. Die Gemeinde Schwielowsee unterstützt daher dankenswerter Weise den Betrieb des Friedhofs finanziell. Die Zuwendung deckt momentan in etwa 18 % der durchschnittlichen jährlichen Betriebskosten ab. Die restlichen 82 % der Betriebskosten müssen hingegen durch Gebühren finanziert werden.

Die regelmäßig anfallenden Gebühren sind die Grabberechtigungsgebühr für die Grabstelle, die Bestattungsgebühr für die Bestattungsleistung auf dem Friedhof und die Grabmalsgebühr für das Aufstellen eines Grabmals.

Die Grabberechtigungsgebühren sind wie folgt festgesetzt:

Einfache Urnenwahlgrabstätte (0,5 m2) für 20 Jahre: 300,00 €
Doppelte Urnenwahlgrabstelle (1 m2) für 20 Jahre: 354,00 €
Einfache Erdwahlgrabstätte für 25 Jahre: 552,50 €
Doppelte Erdwahlgrabstätte für 25 Jahre: 685,00 €
Urnengemeinschaftsanlage: 1.641,00 €   


 

Falls Ihnen aufgefallen ist, dass das „Doppelte“ nicht doppelt so viel kostet – das ist beabsichtigt und hängt u.a. damit zusammen, dass etwa 85 % der Betriebskosten, die über die Grabberechtigungsgebühr finanziert werden, nicht von der Grabgröße abhängig sind, sondern damit zu tun haben, dass jeder Nutzer einen gepflegten und eingefriedeten Friedhof vorfindet und ihn sicher und auf vernünftigen Wegen betreten kann. Nur etwa 15 % der Betriebskosten, die bei der Grabberechtigungsgebühr berücksichtigt werden, stehen tatsächlich im Zusammenhang mit der Grabgröße: die Wasserkosten und einen Teil der Abfallkosten. Die Grabnutzungsgebühren sind daher nicht so stark nach Grabgröße gestaffelt, wie das auf anderen Friedhöfen üblich ist. Im Ergebnis steigen damit die Gebühren für einfache Urnenwahl- und Erdwahlgräber stärker als für doppelte. Vergleicht man die Jahresgebühren in der Gebührenordnung, erkennt man die moderate Abstufung.

Die Gebühren für die Urnenanlage steigen aufgrund der getätigten Investition. Alle Grabberechtigungsgebühren enthalten zudem erstmals einen Anteil kalkulatorischer Kosten. Im Gegenzug werden aber Investitionen in die Friedhofsanlage periodisiert, d.h. über längere Zeiträume wieder refinanziert (z.B. die Umgestaltung UGA und die Digitalisierung der Verwaltung aufgrund des Vermessungsplans).


 

Die Bestattungsgebühren sind abhängig von der Trägerzahl und dem Wochentag. Die Bestattungsleistungen wurden ab 2018 nach Prüfung mehrerer Angebote neu vergeben. Die Kosten werden mit einem Verwaltungszuschlag quasi nur „weitergereicht“. Eine Erdbestattung ist ab 596 €, eine Urnenbeisetzung ab 245 € möglich.

Auch die Gebühren für die Genehmigung eines Grabmals wurden angehoben. Stehende Grabmale müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit jährlich auf ihre Standfestigkeit geprüft werden. Gräber und Grabmale werden nach Ablauf des Nutzungsrechts in unserem Auftrag beräumt. Die damit verbundenen Kosten sind in der Grabmalsgebühr enthalten. Sie hängen naturgemäß von der Größe des Grabmals ab und spiegeln nur die derzeit anfallenden Kosten wieder, nicht die geschätzten Beräumungskosten in 20 oder mehr Jahren.

Der Gemeindekirchenrat hat auch erneut, mangels Alternativen im Ort, die Nutzung der Kirche für weltliche Trauerfeiern zugelassen und eine Nutzungsordnung dafür erlassen. Das Nutzungsentgelt wurde an die erhöhten Aufwendungen angepasst und beträgt nun 80 € für die Winterkirche, 170 € für den großen Kirchenraum und 250 € für die gesamte Kirche.