11.02.2019 Mo

Jubiläum Neuigkeit

Das Babelsberger Begegnungscafe feiert dreijähriges Jubiläum

Das Begegnungscafé der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg feiert am Sonntag, dem 17.2.2019, seinen dritten Geburtstag in der Karl-Liebknecht-Str. 28.

 Eine Gruppe von Ehrenamtlichen bietet seit dem 7. Februar 2016 jeden Sonntagnachmittag unseren neuen Nachbarn aus Syrien, Eritrea, Afghanistan, Eritrea, Sudan, … und Alt-Potsdamern die Möglichkeit, sich bei Kaffee, Tee und Kuchen kennenzulernen. Inhaltlicher Schwerpunkt jedes sonntags ist ein Mitmach-Programm zum Austausch über unterschiedliche Lebensthemen, Kunst, Kultur und Religion. Das ist zur festen Tradition geworden. In Kürze wird der 10.000 Besucher begrüßt.

Das Begegnungscafé ist zur Drehscheibe und zum Kommunikationsort für ein weites Netzwerk von und für Geflüchtete und Potsdamer geworden, das Raum bietet für Patenschaften, Sprachkurse, Begleitung bei Arztgängen, Beratung bei Behördenschreiben, Unterstützung bei Arbeits- und Wohnungssuche, Kleiderkammer, Annahme und Abgabe von Möbel- und Fahrradspenden und genauso Anlaufpunkt für viele Alltagsanliegen. Ganz besonders sind aber die gemeinsamen Tages- oder Zweitagesausflüge mit über 50 Personen und einer langen Warteliste nachgefragt. Sie gehören ebenfalls zu den Höhepunkten. Gemeinschaft erleben, das Gelernte aus dem Deutschunterricht anwenden, die Umgebung kennenlernen, sehen, wie die Deutschen “ticken”, zusammen picknicken oder einfach eine Shisha rauchen … Der erste große Ausflug ging in den Harz, dann folgten Berlin und Potsdam mit Tierpark, Friedrichstadtpalast, IGA, Theatervorstellungen im HOT, Besuch einer Film- und Lichtprojektion über die deutsche Geschichte am Reichstagsgebäude, Kinovorstellungen, Besuch im Deutschen Bundestag u. a. Der 19. und 20. Ausflug sind bereits in Planung.

Das Begegnungscafé ist ein beispielgebendes niedrigschwelliges Beratungs- und Unterstützungsnetzwerk für ein weit gefächertes Integrationsangebot, das ausschließlich auf ehrenamtlichem Engagement gründet und sich zum Wohl von Neu- und Altpotsdamern, gegen Fremdenfeindlichkeit und für Verständigung einsetzt.

Die über drei Jahre ehrenamtlich Engagierten leisten einen wesentlichen Beitrag für die Verständigung mit unseren neuen Nachbarn und „Alteingesessenen“. Ihr Engagement trägt dazu bei, dass unsere Stadt lebenswert ist und bleibt und dass wir in einer menschlichen Gesellschaft zusammenleben können, in der die Not und das Leid anderer Menschen uns nicht gleichgültig machen, sondern zu Mitmenschlichkeit und Solidarität aufrufen.

Unsere Ehrenamtsinitiative ist weit über Potsdam hinaus bekannt. Es stand Pate bei anderen Flüchtlingsprojekten. Die Konzeption wurde bundesweit nachgefragt. Andere Initiativen hospitierten oder boten ihre Zusammenarbeit an. Vom Oberbürgermeister Jann Jakobs erhielt das Team 2016 den "Ehrenamtspreis der Stadt Potsdam für das Wirken gegen Ausgrenzung und für Toleranz". Unser Team wurde geehrt beim Ehrenamtsempfang des Bundespräsidenten und beim Ehrenamtsempfang des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.

An den 160 Sonntagen bewirtete das Helferteam fast 10.000 Gäste, schenkte tausende Tassen Kaffee und Tee (kostenlos) aus, servierte unzählige überwiegend selbst gebackene Torten- und Kuchenstücke, lud an den 160 Sonntagen zu 160 Workshops, Bildungs- und Unterhaltungsprogrammen ein und leistete alles in allem weit über 2.400 Helferstunden. Die Besucher sind neben Gemeindemitgliedern und anderen Potsdamern vor allem Menschen aus Syrien, dem Iran, afrikanischen Ländern und Afghanistan.

"Auch nach drei Jahren machen wir diese Arbeit noch gern. Uns ist es wichtig, dass wir Menschen bei ihren unterschiedlichen Alltagsherausforderungen begleiten und unterstützen können und dass das ehrenamtliche Team mit seinem Engagement deutliche Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Verständigung setzen kann", sagen Martina und Günther Kruse, die gemeinsam beim Begegnungscafé die Fäden in der Hand halten. Ein Syrer fasste es so zusammen: „In Gegenwart von Freunden ist mein Glück vollkommen.“

Auch für 2019 hat das Begegnungscafé-Team schon Pläne.

Die Ehrenamtlichen der Flüchtlingsinitiative der Kirchengemeinde Babelsberg sind zwischen 16 und 80 Jahre alt. Dazu gehören Potsdamer und Flüchtlinge, Schüler, Studenten und genauso Senioren.

Zum dreijährigen Jubiläum haben ihr Kommen zugesagt:

Dr. Manja Schüle, Mitglied des Deutschen Bundestages,

Dr. Doris Lemmermeier, Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg

im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie,

Mike Schubert, Oberbürgermeister der Stadt Potsdam,

Angelika Zädow, Superintendentin des Kirchenkreises Potsdam

 

Programmschwerpunkte:

15.00 Uhr Begrüßung, Vorprogramm

16.00 Uhr Grußworte und Glückwünsche

16.30 Uhr Fotoshow, Buffet mit internationalem Fingerfood

17.00 Uhr internationale Tänze zum Mitmachen

 

Achtung: Die Platzzahl ist begrenzt. Deshalb ist eine vorherige Anmeldung unbedingt erforderlich: fluechtlingshilfe-kirche-babelsberg@gmx.de

 

Weitere Informationen:

Was: Begegnungscafé der Evangelischen Kirche Babelsberg

Wann: Sonntags 15.30-17.30 Uhr

Wo: Karl-Liebknecht-Straße 28

 

Spenden an:

Evangelische Bank eG

IBAN: DE12 5206 0410 0003 9098 59

BIC: GENODEF1EK1

Verwendungszweck: 2003/2110.02.2200