21.03.2020 Sa

Predigtangebot im Kirchenkreis Potsdam Neuigkeit

Pfarrer Andreas Neumann und Pfarrer Tobias Ziemann veröffentlichen hier ihre Predigten

Pfarrer Andreas Neumann zum Sonntag laetare:

Predigt 22032020, Andacht DK, Coronazeit

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserm Vater und von unserm Herrn Jesus Christus!

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder in Christus!

Der Bundestrainer der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Joachim Löw, hat in dieser Woche gesagt: „Ich habe so das Gefühl, dass die Welt und vielleicht auch die Erde sich so ein bisschen stemmt und wehrt gegen die Menschen und deren Tun. Denn der Mensch denkt immer, dass er alles weiß und alles kann und das Tempo, das wir so die letzten Jahre vorgegeben haben, war nicht mehr zu toppen. Macht, Gier, Profit standen im Vordergrund. Umweltkatastrophen habe uns nur am Rande berührt.“

Gehe ich davon aus, dass wir auf der Erde in einem System leben, in dem alles miteinander zusammenhängt, dann macht diese Aussage Sinn.

Das System „Erde“ versucht, sich selbst zu heilen, indem es Krankheitssignale sendet.

Indem es die Menschen zwingt, innezuhalten angesichts einer Bedrohung, der wir nicht einfach ausweichen können.

Die wirtschaftlichen und die sozialen Folgen werden einschneidend sein.

Viele werden einen viel zu hohen Preis zahlen müssen.

Könnte sein, dass Vieles, was vollkommen überzogen gewesen ist, auf ein normales Maß zurückfindet. Könnte sein.

„Gott hält die ganze Welt in seiner Hand!“

Das singen wir mit den Kindern im Kindergarten oder in unseren Familiengottesdiensten.

Das ist eine starke Glaubensaussage.

Es ist eine Glaubensaussage, die sich nicht vereinbart mit den Sätzen des Bundestrainers. Die gehen ja davon aus, dass die Erde, die Geschichte, die konkreten Ereignisse selbstlaufende und sich selbst steuernde Abläufe sind.

In den Aussagen des Joachim Löw ist kein Platz für Gott. Da ist kein Platz für Jemanden, der sich liebevoll seinen Geschöpfen verantwortlich weiß.

In dessen Hand wir uns gut aufgehoben fühlen.

Komme, was wolle, wir bleiben in Gottes Hand. Auch wenn wir nicht verstehen, warum jetzt wieder so unermesslich großes Leid über viele Menschen kommt. Auch wenn wir nicht verstehen, warum gerade die Ärmsten der Armen, die Flüchtlinge, gefangen im Niemandsland zwischen geschlossenen Grenzen, den höchsten Preis zahlen müssen. Auch wenn es mich wütend macht, dass es in Europa nicht gelingt, wenigstens die Kinder auf die 140 Städte der Seebrücke zu verteilen, die in Deutschland ihre Aufnahme garantieren würden. Unter anderem unsere Stadt Potsdam.

Wir verstehen nicht viel von den Gründen, den Ursachen, und erst recht noch weniger von den Wirkungen dieses Virus auf unser Denken, unsere Seelen, auf unser Demokratisches Gemeinwesen.

Wir ahnen jede Menge Risiken und befürchten Schlimmes. Sind besorgt oder verängstigt. Viele ziehen sich jetzt erst einmal zurück, so wie es gefordert wird. Aber niemand weiß, wie lange das dauert. Was es genau heißen wird.

Auch im Hinblick auf unseren Glauben also sind da viele offene Fragen.

Seniorinnen aus unserer Gemeinde erinnern sich an Bibelworte wie „Befiehl dem Herrn deine Wege, er wird es wohl machen“. Sie erinnern sich an karge Zeiten, die sie erlebt haben. Die sie gut überstanden haben. In solchen Zeiten geben solche Worte Halt und Grund. Solche Worte halten den Glauben lebendig.

Da bewährt sich die Grundeinsicht: Der Glaube lebt aus dem Wort Gottes.

Das ist eine vollkommen andere Denkrichtung, als die vom selbst laufenden System „Erde“.

Das Wort Gottes ist eindeutiger. Es ist klar.

Es verbietet, in den Kategorien von Schuld oder Strafe zu denken.

Der Glaube an das Wort Gottes hält sich fest an der Zusage Gottes, der Freund der Menschen zu sein und zu bleiben. Beglaubigt durch Jesus Christus.

Wir sollten Ereignisse in der Geschichte nicht dazu benutzen, um diese Zusage Gottes infrage zu stellen,

Gerade wenn etwas geschieht, was uns Gott fragwürdig werden lässt, ist es umso nötiger, sich an Gottes Liebe zu halten.

Am Sonntag „Lätare“, das heißt „Freuet euch!“ – Es ist derjenige Sontag in der Passionszeit, an dem Ostern, der Sieg der Liebe Gottes über allen Tod, schon  hervorschimmert -

hören wir aus dem 2.Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth:

 

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes,

der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis,

damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind,

mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“

2 Korinther 1, 3+4

Im Lob Gottes, in der Dankbarkeit darüber, was auch gegenwärtig alles reibungslos funktioniert, wenden wir unsere Gedanken in die richtige Richtung.

Mit dem Lob Gottes werden wir nicht aufhören angesichts der Gefahr. Wir werden es stattdessen viel intensiver tun.

Gott tröstet uns. Denn wir gehen in den Spuren des Gekreuzigten Jesus. Wir gehen niemals allein. Wir haben Gottes Liebe in unseren Herzen und Gedanken. Diese Liebe wirkt fort und fort. Das hört niemals auf. Aus dieser Kraftquelle leben wir. Daraus können wir Widerstandskraft und Lebensenergie gewinnen. 

Als Menschen, die eine so großartige innere Sicherheit in ihrem Leben haben, werden wir anderen zum Trost werden.

Trotz schwieriger Bedingungen werden wir aufeinander Acht geben.

Wir werden einander beistehen.

Wir werden genauer zuhören. Wir werden unsere Worte sorgfältiger daraufhin überprüfen, ob sie dem Gesprächspartner, der Gesprächspartnerin weiterhelfen.

Wir werden Menschen ganz bewusst freundliche Worte sagen, die wir sonst gar nicht richtig wahrnehmen: Der Kassiererin im Supermarkt, dem Straßenbahnfahrer, der Reinigungskraft, dem DHL-Mann.

So kann eine Welle der Freundlichkeit und der Wertschätzung unser Land fluten. Das würde vielen Menschen sehr gut tun.

Das wäre der Beginn eines Heilungsprozesses.

Wir leben trotz allem, was geschieht und was noch geschehen mag im Bereich der Liebe Gottes.

Jesus Christus hat den Tod besiegt.

Dadurch leben wir.

Dadurch haben wir „Ewiges“ Leben, selbst wenn es ganz schlimm kommen sollte.

Weil das so ist, brauchen wir nicht überängstlich zu sein.

Wir leben verantwortungsvoll, aber sehr mutig!

Wir können das gegenwärtig leider nicht tun, weil wir nicht zueinander kommen.

Aber ich würde mit den Kindern im Kindergarten gerade jetzt besonders lauthals singen:

„Gott hält die ganze Welt in seiner Hand.!“ Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, der bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Pfarrer Tobias Ziemann zum Sonntag Reminiscere:

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus. 2 Durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die Gott geben wird. 3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, 4 Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, 5 Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.  Römer 5,1-5
 
Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen
 
Schwestern und Brüder, ein kleines Gedicht von Thomas Gsella hat mich heftig Schlucken lassen in den letzten Tagen. Thomas Gsella ist Satiriker, früher arbeitete er für das Satire-Magazin Titanic. Er hat aber auch schon mehrere Lyrik-Bände herausgebracht, in denen er in kürzester Form klare Gedanken zur Gegenwart äußert. Das Werk der vergangenen Woche lautet „die CoronaLehre“ – und angesichts all dessen, was sich in den vergangenen Wochen in Bewegung gesetzt hat, angesichts aller Maßnahmen und Möglichkeiten, die sich plötzlich zum Schutz vor dem Virus ergeben haben, trifft er mit seiner Beobachtung leider voll ins Schwarze: 
 
 
Die Corona Lehre
Quarantänehäuser sprießen, Ärzte, Betten überall Forscher forschen, Gelder fließen- Politik mit Überschall. Also hat sie klargestellt: Wenn sie will, dann kann die Welt.
Also will sie nicht beenden Das Krepieren in den Kriegen, Das Verrecken vor den Stränden Und dass Kinder schreiend liegen In den Zelten, zitternd, nass. Also will sie. Alles das.
Vielleicht ist es polemisch, das eine gegen das andere hier aufzurechnen? Die Sorge vor einem Virus auf der einen Seite, dessen Gefahr noch nicht so richtig abzuschätzen ist, das Forscherinnen und Mediziner intensiv beschäftigt und die Bevölkerung verunsichert. 
Und auf der anderen Seite die große Last der Kriege, die in Syrien und vielen andern Ländern Menschen dazu bewegen, auf lebensgefährliche Weise ihre Heimat zu verlassen und in Europa ihr Glück zu finden – oder besser: ihr Überleben zu sichern.
Heute aber, am Gedenktag für verfolgte Christinnen und Christen, am Sonntag Reminiszere, der Gott an seine Barmherzigkeit und uns an Gott erinnern soll, stellt sich diese Frage überdeutlich: Ist das richtig, was im Augenblick getan und unterlassen wird? Ist das verhältnismäßig, wieviel Aufwand angesichts von 
 
Covid 19 getrieb wird? Und: entspricht das beides – Tun und Lassen – noch unserer christlichen Verantwortung und Ethik?
Was wird nicht alles getan im Augenblick, um den Westen zu schützen, um eine Pandemie zu verhindern – und was wird alles nicht getan, um Menschen in lebensbedrohlicher Not zu helfen.
Wenn Erdogan plötzlich die Grenzen zu Griechenland öffnet und die EU mit aller Macht versucht, die Eindringlinge wie eine Plage abzuwehren, dann eröffnen sich gewisse Parallelen zum Schutz vor dem Virus, das ja auch nicht eindringen soll, das man draußen halten will, so lange es irgendwie geht.
Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel auf der einen Seite – grenzschützende Soldaten auf der anderen. Fragil scheint die Sicherheit unseres Lebens, bedroht scheint die Gesundheit. Da bedeutet „Mut“ hier bei uns, überhaupt noch in den Gottesdienst zu kommen oder öffentliche Veranstaltungen zu besuchen. Und als fahrlässig sehen es manche an, noch das Abendmahl gemeinsam zu feiern, mit einem Kelch. Dort aber bedeutet Mut, nachts am Feuer zu kauern und immer wieder im Kopf durchzuspielen, wie es gelingen könnte, auf die andere Seite der Grenze zu gelangen.
Die Bigotterie unserer Gegenwart wird deutlich, wo für den Eigenschutz großer Eifer geübt – für den Schutz anderer Menschen, für das Überleben Tausender aber kaum etwas getan wird. „Also will sie alles das.“ Die Welt, die Gesellschaft, das System, in dem wir zu Hause sind, so schlussfolgert es Thomas Gsella - wenn nicht größere Räder in Bewegung gesetzt werden, um endlich den Frieden und auch die globale Gerechtigkeit zu fördern und zu erreichen. 
 
Natürlich habe ich da leicht reden. Ich fühle mich weder vom Corona-Virus noch von den Menschen an der Türkisch-Griechischen Grenze sonderlich bedroht. Wer sich bisher nicht wegen der Influenza in den Ausnahmezustand versetzt gefühlt hat oder wer sogar die Impfung nicht in Anspruch genommen hat, der sollte jetzt wohl besser schweigen und Besonnenheit bewahren.
Auch wer die Bilder aus leeren und bezugsfertigen Flüchtlingsunterkünften in vielen deutschen Orten gesehen hat, dazu die aktuellen Möglichkeiten der Versorgung und der Ernährung in den Supermärkten – der braucht die Hilfe suchenden Kriegsflüchtlinge – und um die geht es im Konflikt mit der Türkei – der braucht diese Menschen nicht zu fürchten. 
Angela Merkel wurde für ihren einen großen Satz „Wir schaffen das“ oft angefeindet. Aber mit welchen Worten sollten wir denn sonst reagieren, wenn eine Herausforderung vor uns liegt? Sollten wir uns gegenseitig verrückt machen und sagen: „Nein, das schaffen wir nicht? Daran gehen wir zugrunde? Das wird nichts mehr?“, wenn Ungeplantes oder Schweres uns herausfordert? 
Ich glaube, als Christen dürfen wir so nicht reden und uns von Ängsten treiben lassen. Und ich meine das nicht parteipolitisch, sondern komme aufgrund der Worte von Paulus für diesen Sonntag zu diesem Schluss:
Vom „Frieden mit Gott“ schreibt der Apostel uns im Römerbrief und von der Gerechtigkeit, in der wir stehen. Vom Heiligen Geist, der in unsere Herzen ausgegossen ist. Von Bedrängnis und Not schreibt er – und in all dem von der Hoffnung, die stärker ist als die Angst. Das ist die Verbindungslinie. 
 
Und ich glaube, wenn wir Christen heute in dieser Welt, in diesem Land, überhaupt noch eine besondere Rolle spielen können, dann wird es keine andere sein als die der Hoffenden. Die Rolle derer, die das Licht der Welt in der Dunkelheit verkündigen. 
Schwarzmahlen und sich grämen, das ist eine natürliche Haltung des Menschen, der sich sowohl um seine Gesundheit als auch um seine Sicherheit, sein Hab und Gut sorgt. Wir wollen uns vor Angreifern schützen, unser Überleben sichern, den Besitzstand wahren, ohne Zweifel. Paulus jedoch macht mit seinen Worten deutlich, dass uns dagegen die größte nur vorstellbare Hoffnung geschenkt ist, eine Widerstandskraft gegen alle Ängste um die eigene Existenz. 
Der so genannte „Kettenschluss“ von Paulus darf ganz gewiss nicht dazu missbraucht werden, Leiden oder Bedrohungen herunterzuspielen oder gar zu verherrlichen. Er schreibt ja „dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden…“ 
Ich werde mich hüten, einem Menschen in Bedrängnis vorschnell zu sagen, dass aus dieser Not am Ende der Bewährungsprobe doch wieder Hoffnung entstehen wird. Es ist falsch, Bedrängnisse herunterzuspielen.  
Aber indem Paulus selbst diesen Schluss für sein angefochtenes und gefährliches Leben zieht, wird er damit zum Vorbild im Glauben und eben in der Hoffnung auf Gott, dessen Liebe ausgegossen ist in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. 
 
Schwestern und Brüder, gerade dieser Satz ist einer von vielen Meilensteinen des Römerbriefes, den ich wie ein Mantra, wie eine Meditation oder sogar wie ein Schutzschild verstehe in der Anfechtung, in der Angst um mein Leben, um meine Sicherheit: 
Die Liebe Gottes ist ausgegossen in mein Herz, in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns in der Taufe gegeben ist.
Durch die Taufe ist da etwas in mir, das dem „natürlichen Menschen“, den ich vorhin zitiert habe, widerspricht. Da sagt die eine Stimme: „ich muss mich wehren, ich muss auf der Hut sein, weil alles den Bach herunter geht, weil die Gesellschaft verroht und die Gefahren immer größer werden.“ 
Aber die andere Stimme sagt, dass Gott seine Liebe in mir ausgegossen hat. Dass ich durchströmt bin vom Heiligen Geist und mir keine Sorgen machen brauche, trotz aller Gefahren. Und diese Stimme ist so viel heilsamer, ist so viel freundlicher als die Stimme der Angst und der Sorgen.
In der Wirtschaft spricht man heute manchmal vom USP, dem „unique selling point“ eines Produktes, auf Deutsch ist das ein „Alleinstellungsmerkmal“ auf dem Markt. Niemand anderes kann Dir so gute Elektroautos bieten, niemand anderes bessere Preise für Polstermöbel oder Lebensmittel, was auch immer. Mit dem „Alleinstellungsmerkmal“ jedenfalls geht man offensiv in die Werbung für sein Produkt, um es gut zu verkaufen. 
Und ich glaube, dass unser christliches USP, unser Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt der Weltanschauungen, dass das die Hoffnung ist, die Hoffnung in der Anfechtung und in der Not.  
 
Dafür hat Gott seinen Sohn den Weg des Leides gehen lassen. Dafür hat er sich liebevoll zu uns gebeugt, hat trotz aller Schuld seinen Frieden mit uns gemacht – damit wir Hoffnung hätten in der Not und die nötige Widerstandskraft in aller Dunkelheit und Anfechtung – und damit wir die Welt mit unserer Hoffnung, mit unserem Licht bereichern.
Deshalb ziehen wir uns heute nicht aus Furcht vor einem Virus in unsere Schneckenhäuser zurück, sondern feiern gemeinsam Gottesdienst. Und deshalb verschließen wir auch nicht die Augen vor der Not der Menschen an den Außengrenzen der EU oder vor den Verfolgten und Gedemütigten in aller Welt. Sondern wir bewahren uns die Hoffnung und die Solidarität mit ihnen, so wie Gott mit uns allen solidarisch ist. 
Unsere Solidarität muss dann auch – wie Thomas Gsella es anstößt – ein Nachdenken darüber beinhalten, was verhältnismäßig ist und was nicht, was richtig ist und was nicht, zwischen vermeintlichen und wirklichen Bedrohungen dieser Zeit. 
Gottes Solidarität aber wird uns dazu verhelfen, jede dieser Herausforderung zu meistern und – mit den Worten Dietrich Bonhoeffers – „immer genau so viel Kraft zu haben, wie wir brauchen.“ Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Was sollte uns anderes leiten als Hoffnung? Amen
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen