Jesus spricht: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! (Johannes 7, 37)
12.08.2014 Di
Die Bekennende Kirche in Potsdam

Die Bekennende Kirche in Potsdam Neuigkeit

Eine Veranstaltungsreihe des Stadtkirchenpfarramtes und der Arbeitsgruppe „Kirche und Nationalsozialismus“

Ende Mai 1934 gründete sich in Deutschland die Bekennende
Kirche. In ihr schlossen sich Christen zusammen, um
gegen die nationalsozialistische Gleichschaltung der evangelischen
Kirchen Widerstand zu leisten. Mit einer eigenen
Organisations- und Ausbildungsstruktur verweigerte die Bekennende
Kirche der Reichskirche den Gehorsam. Damit
trat sie ungewollt in die politische Konfrontation mit dem
Staat. Stärkste Gegner waren die von der NSDAP unterstützten
Deutschen Christen. Diese setzten sich für eine einheitliche
evangelische Reichskirche ein, in der Christen mit
jüdischen Vorfahren ausgeschlossen werden sollten. Seit der
Kirchenwahl im Juli 1933 hatten sie die Mehrheit der wichtigen
Kirchenämter inne.

Am Aufbau der Bekennenden Kirche in Potsdam war Anni
von Gottberg maßgeblich beteiligt. Sie lud am 12. August
1934 Vertreter hiesiger Gemeinden in ihre Wohnung in der
heutigen Weinbergstraße 35 ein, um die Kirchenopposition
zu sammeln. Kompromisslos setzte sie sich für die Ziele der
Bekennenden Kirche ein, was zu Auseinandersetzungen mit
der Gestapo, aber auch innerhalb der Gemeinden führte.

Das Stadtkirchenpfarramt und die Arbeitsgruppe „Kirche
und Nationalsozialismus“ erinnern mit Vorträgen, Lesungen
und einer Ausstellung an den 80. Jahrestag der Gründung
der Bekennenden Kirche in Potsdam.

Flyer Veranstaltungsreihe Bekennende Kirche