Gedanken zum Neuen Jahr von Superintendent Dr. Joachim Zehner

Niemand weiß, was das Jahr 2018 bringen wird. Dunkel liegt es im Schoß der Zukunft verborgen. Die Bibel ist da eindeutig: „Wir werden reicher im neuen Jahr!“ Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“ (Römerbrief 15,13). Gott ist gegenwärtig in dieser Welt im Heiligen Geist, so wie der Wind erfahrbar, aber nicht verfügbar. Im christlichen Verständnis ist Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Von Gottes Geist erfahren wir etwas, wenn wir seine Botschaft hören und um seinen Frieden bitten.

Deshalb empfehle ich für das neue Jahr: weniger rauchen, weniger trinken, häufiger in den Gottesdienst! Nicht immer, aber immer öfter! Es wird Sie verändern. Ein Lied zum Beispiel, das dort gesungen wird, hat folgenden Text. 1936 wurde es gedichtet, da hatte man wirklich Grund sich Sorgen zu machen in Deutschland. Der Autor gehörte zur Bekennenden Kirche. Sie finden das Lied im Evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 378:

Es mag sein, dass alles fällt, dass die Burgen dieser Welt um dich her in Trümmer brechen. Halte du den Glauben fest, dass dich Gott nicht fallen lässt: er hält sein Versprechen.
Es mag sein, dass Trug und List eine Weile Meister ist; wie Gott will, sind Gottes Gaben. Rechte nicht um Mein und Dein; manches Glück ist auf den Schein, lass es Weile haben.
Es mag sein, dass Frevel siegt, wo der Fromme niederliegt; doch nach jedem Unterliegen wirst du den Gerechten sehn lebend aus dem Feuer gehen, neue Kräfte kriegen.
Es mag sein – die Welt ist alt – Missetat und Missgestalt sind in ihr gemeine Plagen. Schau dir’s an und stehe fest: nur wer sich nicht erschrecken lässt, darf die Krone tragen.
Es mag sein, so soll es sein! Fass ein Herz und gib dich drein; Angst und Sorge wird’s nicht wenden. Streite, du gewinnst den Streit! Deine Zeit und alle Zeit stehn in Gottes Händen.

Rudolf Alexander Schröder 1936

Oder Sie hören das Neujahrslied von Dietrich Bonhoeffer „Von guten Mächten wunderbar geborgen“; auch im Internet bei YouTube. Eines unserer Gemeindeglieder hatte die Sitte, am Neujahrstag eine Liste zu schreiben mit all den besonderen Geburtstagen, Jubiläen und Ereignissen des anbrechenden Jahres. Auch das eine schöne Form, durch die Gottes Geist mit Friede und Freude Hoffnung wecken kann in unseren Herzen. Ja, reicher sollen wir werden!

Superintendent Dr. Joachim Zehner