27.07.2017 Do
Imkerei auf Hermannswerder

Imkerei auf Hermannswerder Neuigkeit

Der Ökumenische Ökologiekreis traf den Imker Richard Kowitz auf Hermannswerder. Er betreibt seine Drachenberg Imkerei in Petzow und ist seit zwei Jahren gewerblicher Imker auf Hermannswerder.

Richard Kowitz, Drachenberg Imkerei, Petzow ist seit zwei Jahren gewerblicher Imker auf Hermannswerder. Nach seinen Worten hat er 40 Bienenvölker der Carnica mellifera, einer Unterart der Westlichen Honigbiene. Gegenwärtig leiden Bienen häufig an der Varroamilbe, einem Bienenschädling, der als Verursacher einer Tierseuche gilt. Sie werden am besten mit der in der Natur vorkommenden Ameisensäure behandelt.
Der von ihm verkaufte Honig ist zwar kein Bio-Honig, aber im wesentlichen, weil er nicht schwere Holzbienenstöcke, sondern leichtere aus Kunststoff benutzt. Sein Honig unterliegt selbstverständlich einer Lebensmittelkontrolle.
Auch bei strengem Frost produzieren Bienen im Stock eine Temperatur von 35 Grad Celsius. Das Bienenvolk besteht zum größten Teil aus den Arbeiterinnen, die im Winter ca. ein halbes Jahr, im Sommer 4 Wochen leben. Die Königin, sozusagen die Mutter des Volkes, wird mit einem kleinem weißen Papier markiert, siehe Bild 1. (Die männlichen Bienen, genannt Drohnen, haben größere Augen, aber keinen Stachel.) Die Reichweite der Bienen ist ca. 5 km; für größere Entfernungen muss der Imker die Bienenstöcke zum gewünschten Standort transportieren.
Sommertracht bezeichnet den Honig, der während der Sommermonate von Honigbienen zusammengetragen wird, hauptsächlich Honig von Linde und Sonnenblumen, aber auch Akazien. Im Gegensatz dazu bezeichnet Frühtracht den Honig, der im Frühjahr gesammelt wird, vorwiegend Obstblüte, Löwenzahn und Raps. Das Wetter im Frühjahr wirkt sich nicht nur auf die Obsternte, sondern auch auf die Bienenvölker und ihre Honigproduktion aus.

Zum Schluss wurde deutlich darauf hingewiesen, dass wir nur noch 1/5 der Insekten von vor 40 Jahren haben - leicht festzustellen an der Zahl der toten Insekten auf den Scheinwerfern nach einer kurzen Fahrt im Sommer.

Dr. Jost Kremmler
Potsdam, im Juli 2017