27.04.2019 Sa
Plastik - ein riesiges Problem! - Aber es geht auch ohne!

Plastik - ein riesiges Problem! - Aber es geht auch ohne! Neuigkeit

Plastik ist Wunderwerk und Teufelszeug. Einerseits vielfältig einsetzbar und preisgünstig, andererseits verantwortlich für ein globales Umwelt-Problem.

Nur Wenige unter uns erinnern sich an den vermutlich ersten Film über Plastik: Vor über 9 Jahren lief der Film "Plastic Planet" im Kino. Regie führte Werner Boote, dessen Großvater selbst Geschäftsführer eines Plastik-produzierenden Unternehmens war. Thema war die Vermüllung mit Plastik in vielen Teilen der Welt, aber auch die Gesundheitsgefährdung. Babyschnuller, Plastikdose für das Müsli, Quietscheente als Kinderspielzeug - in unserem Alltag ist viel aus Plastik - und meist enthält es schädliche Weichmacher. Ein weiteres Problem ist die Langlebigkeit, es verrottet sehr langsam - abhängig von der Kunststoffart *1. Zum Beispiel, PET hält sich ungefähr 500 Jahre!
Und in diesem Jahr brachte die Brandenburger Ökofilmtour das Thema aktuell und sehr drastisch mit dem Dokumentarfilm "Plastik überall - Die Geschichte vom Müll" ins Filmmuseum.
"Plastik ist Wunderwerk und Teufelszeug. Einerseits vielfältig einsetzbar und preisgünstig, andererseits verantwortlich für ein globales Umwelt-Problem. Denn Plastik befindet sich inzwischen überall: als Müllstrudel im Meer und als Mikroplastik in unserer Nahrungskette. Die Dokumentation geht der Frage nach, warum die Menschheit das Problem noch nicht in den Griff bekommen hat." *2
In vielen Ländern, vor allem asiatischen, ist die Abfallwirtschaft schlechter als bei uns. Nicht die Elbe oder der Rhein, sondern der Jangtse in China und der Ganges und auch der Amazonas befördern gewaltige Mengen an Plastik in die Weltmeere. Das soll uns jedoch nicht entlasten, denn ein Teil unseres Plastikmülls wird nach Asien exportiert.
Inzwischen ist das Plastik-Problem in allen Medien aktuell. Es wird viel zu viel in Plastik verpackt, vor allem Lebensmittel und technische Geräte. Aber auch Einweg-Geschirr, Trinkhalme und Hygiene-Artikel, wie Ohrenstäbchen, werden immer noch aus Plastik hergestellt.
Zwar hat das Europaparlament noch Ende letzten Jahres ein Verbot von Einweg-Plastik, also bspw. für Plastikteller, Trinkhalme und andere Wegwerfartikel, beschlossen, aber die einzelnen Nationalstaaten haben bis 2021 Zeit bis zur Umsetzung.
Selbstverständlich, so alt das Trinken mit Halmen auch ist - schon vor 3000 Jahren bei den Sumerern in Gebrauch - es ist auch weiterhin möglich mit Halmen aus Edelstahl oder sogar bruchfestem Glas!
Viele wollen nicht mehr so lange warten - angesichts der Ausmaße von Vermüllung. Und so haben sich in einigen Städten "Unverpackt-Läden" gegründet, in Deutschland insgesamt ungefähr 50, allein in Potsdam zwei,
maßVOLL am Luisenplatz, 14471 Potsdam, Zeppelinstraße 1 und
kathi & käthe ~ fair verpackt ~ Babelsberg , 14482 Potsdam-Babelsberg, Garnstraße 20.

Potsdam, im April 2019 -- Dr. Jost Kremmler & Werner Lehmphul --


 

Quellen:
*1 Wortbedeutung : Plaste, Plastik und
  die aktuell wichtigsten Kunststoffe: PE, PP, PVC, PS, PU/PUR, PET
*2 Potsdamer Filmmuseum : anlässlich 14. Ökofilmtour 2019 ,
"Plastik überall - Geschichten vom Müll"

zum Nachschlagen:
- Willkommen bei Plastikalternative , https://www.plastikalternative.de
- Trinkhalm , https://de.wikipedia.org/wiki/Trinkhalm
- Mit TerraCycle® alles recyceln , https://www.terracycle.com/de-DE
- Volksinitiative Artenvielfalt c/o --
Unterschriften-Listen für , https://artenvielfalt-brandenburg.de/
- Der PotsPRESSO – der klimafreundliche Pfandbecher für Potsdam!
Der Potspresso Film bei http://potsdamer-buergerstiftung.com/