15.11.2019 Fr
Ökumenischer Ökologiekreis Potsdam --- Jahresbericht zur Herbstsynode 2019

Ökumenischer Ökologiekreis Potsdam --- Jahresbericht zur Herbstsynode 2019 Neuigkeit

Der Ökokreis hat seine Wurzeln in der Projektgruppe “Lokale Agenda 21” nach 2000. Zitat: “1) So geht es nicht weiter. 2) Was stattdessen geschehen müsste, ist im wesentlichen bekannt. 3) Trotzdem geschieht es – im wesentlichen – nicht.”


Der Ökumenische Ökologiekreis des Kirchenkreises traf sich 2019 fünf Mal zu Sitzungen und zusätzlich zu verschiedenen Exkursionen (z.B. nach Krampnitz) und Projekten (z.B. mit Schulpfarrer Vogt und Sekundarschüler*innen).
Die Themen waren breit gefächert. Die 15 Mitglieder setzen unterschiedliche Schwerpunkte und sind verschieden in den Kirchengemeinden vernetzt. Alle Themen, die besprochen werden, ordnen sich dem Ziel unter, den die Kreissynode im Frühjahr 2016 beschlossen hatte: Nämlich eine 85 % CO2-Reduzierung bis 2050 zu erreichen.
Die Maßnahmen, die die Synode dazu beschlossen hatte, wurden von den Gemeinden zu wenig in Anspruch genommen (z.B. den Einkauf über einen regionalen Büroanbieter: „Büroprofi“ – auch das KVA kauft leider nach Auslaufen des Vertrages woanders ein – und das Kontaktieren der Klimamanager, die für die Gemeinden ja kostenlos sind.) Die Mitglieder des Ökokreises wollen nicht als Moralapostel*innen verstanden werden, sondern gute Vorschläge für den Kirchenkreis machen. Deshalb geht an die Gemeinden die Frage, wie sie in Zukunft den Beschluss der Synode (und der Landessynode) umsetzen wollen. Welche Ideen haben sie? Der Ökumenische Ökologiekreis trägt erneut folgende Ideen und Gesichtspunkte dazu vor:
- Alle Entscheidungen der Synode müssten zukünftig unter Klimagesichtspunkten betrachtet werden. (z.B. bei der Finanzmittelvergabe) Die Stadt Potsdam ist da schon einen Schritt weiter.
- In allen Gemeinden sollte sich um die Installation von e-Ladesäulen bemüht werden.
- Der Ökokreis sollte in zukünftige Planungen der Synoden einbezogen werden
(Berichtszeit, Anfragen, Tagesordnung, etc.) – über Mail an den Vorsitzenden.
- Die Gemeinden werden aufgefordert, Vertreter in den Ökokreis zu senden.
- Der Vertrag zur „Ökofairen Beschaffung“ ist ausgelaufen. Der Ökokreis bittet die Superintendentin, Frau Zädow, den Vertrag mit Büroprofi bis zum 31.12.2021 zu verlängern. Die bisherigen Konditionen bleiben erhalten. Es erfolgt jedoch eine Anpassung bezüglich neuer Preise für RC-Kopierpapier. Neu in den Vertrag sollte die Maßgabe aufgenommen werden, dass BÜROPROFI zu jedem Quartalsende die Anzahl der Nutzer des Gruppentarifs dem Ökokreis mitteilt.
- Um die Klimaziele zu erreichen, müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, Öl- und Gasheizungen durch CO2-neutrale Technologien zu ersetzen. Dabei wäre es sinnvoll, zunächst vor allem die alten Heizungen ohne Brennwerteffekt (z. B. durch Pelletheizungen) zu ersetzen.
- Die Gemeinden werden gebeten, regelmäßig Berichte des Ökumenischen Ökologiekreises in den Gemeindebriefen abzudrucken.
- Die Vergaberichtlinien für den Klimaschutzfonds müssen so gestaltet sein, dass die Gemeinden angeregt werden, zu finanzieren.

f.d.R. Matthias Amme                             Potsdam, am 15.11.2019