20.03.2021 Sa
Christinnen und Christen rufen

Christinnen und Christen rufen Neuigkeit

auf, den UN-Vertrag über das Verbot von Kernwaffen (in Kraft getreten am 22. Januar 2021) zu unterstützen durch ein „Nein ohne jedes Ja zu Geist, Logik und Praxis der atomaren Abschreckung“

Der 22. Januar 2021 ist auch für die internationale Friedensarbeit von Kirchen und Christen ein historisches Datum. An diesem Tag ist der UN-Vertrag über das Verbot von Kernwaffen in Kraft getreten. Damit sind Atomwaffen zwar noch nicht abgeschafft, aber erstmals völkerrechtlich geächtet. Das betrifft auch ausdrücklich die Drohung und mit Kernwaffen, also die Politik und Praxis der nuklearen Abschreckung, mit der die Kernwaffenstaaten, aber auch die deutsche Bundesregierung die Notwendigkeit der Stationierung von Atomwaffen auf deutschem Boden begründen und die aktiv teilnehmen an einer Sicherheitspolitik der Nato auf der Basis der Drohung mit dem Einsatz von
Waffen des Völkermords.
 
Zur Erinnerung: Unsere Kirchen in der DDR haben auf der Synode 1987 in Görlitz ein Bekenntnis abgelegt - eine „Absage an Geist, Logik und Praxis der Abschreckung durch Massenvernichtungsmittel“. Seit dem 22. Januar 2021 befinden wir uns damit als Christen nunmehr erstmals auch in Übereinstimmung mit geltendem Völkerrecht.
 
Aus diesem Anlass rufen wir, ein Kreis von aktiven Christen aus der kirchlichen Friedensarbeit, zu dem u. a. auch Hans Misselwitz, Jochen Garstecki, Probst Heino Falke und der ehemalige Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen Konrad Raiser gehören, Christen und Kirchen dazu auf, das Bekenntnis von Görlitz 1987 erneut aufzunehmen und sowohl Kirchen als auch die Bundesregierung zu praktischen Konsequenzen aufzurufen.
 
Die Texte und weiteres Informationsmaterial sind auf unserer Website Nein-zur-atomaren-Abschreckung zu finden, zusammen mit der Einladung, unseren Aufruf auch persönlich zu unterstützen.
 

Wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Aufruf auch
an Freunde, Bekannte, Gemeindeglieder und Pfarrer weitergeben.

Kontakt: kontakt@nein-zur-atomaren-abschreckung.de
Bildquelle: WikiImages

Potsdam, im März 2021                      Dr. Helmut Domke